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Chroniken der Finsternis: 3 Vorstellungen

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1. Chroniken der Finsternis – Der schwarze Reiter

Direkt zu Beginn zeigt der erste Teil der Triologie, womit es der Protagonist Gogol Nikolai Casilieviech (Alexander Petrov) es im Laufe der Zeit zu tun bekommt. Auf mysteriöse Weise ermordet eine dämonenartige schwarze Reiter eine junge Frau. Der Zuschauer lernt Jahre später  Gogol Nikolai Casilieviech kennen. Dieser ist ein erfolgloser Schriftsteller. Hauptberuflich arbeitet dieser für die Polizei und dokumentiert dort die Fälle. Ihn suchen bei diesen Mordfällen mysteriöse Versionen heim, sie sind sehr hilfreich bei deren Aufklärung. Er lernt eines Tages den bekannten und erfolgreichen Ermittler Yakow Guro (Oleg Menshikov) kennen. Von Gogols Fähigkeiten ist dieser begeistert und für seinen nächsten Fall engagiert er ihn. Es finden grausame Morde an jungen Frauen in einem abgelegten Dorf statt. Hierbei soll ein schwarzer Reiter seine Finger im Spiel haben.

Starke Atmosphäre verpufft in der Langeweile

Bis man in der Welt von Chroniken der Finsternis ankommt, dauert es eine Weile, ebenso in dem eigentlichen Plot, bis er zur Entfaltung kommt. Es ist eine düstere Geschichte um einen dämonischen Reiter, einen Ermittler, der im Stile von Sherlock Holmes daher kommt und einen Schriftsteller mit hellseherischen Visionen. Erst nach dem ersten Drittel offenbaren sich die Zutaten des Horror-Fantasy-Reihe ihren Kurs. Die Geschichte ist Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt und punktet mit einer überzeugenden Atmosphäre. Teilweise erinnert diese an Sleepy Hollow. Sehr detailverliebt zeichnet sich das Produktionsdesign aus und die Welt wird somit glaub- und lebhaft. Gogol agiert in dieser mit seiner eigenwilligen Art und wieder dadurch zum Helden wider Willen.

Den Weg des schwarzen Reiters pflastern Leichen. Dabei spielen das gemächliche Tempo und der schleppenden Aufbau mit der Geduld der Zuschauer. Die Handlung bewegt sich ziemlich lange nicht vom Fleck und mit unzähligen Nebenfiguren und Wendungen verwirrt dieses unnötig. Einen Gefallen tut man dem an sich klaren Plot nicht, denn es wird mitunter von seinen potenziellen Stärken abgelenkt. Anstatt einem Fantasy-Horror-Streifen hat der Zuschauer eher das Gefühl eine klassische Folge Sherlock Holmes zu sehen zu bekommen. Dieser Vorlage versucht man sich sogar musikalisch zu nähern. Sogar interessant sind die Ermittlungen von Gogol und Yakow, jedoch verlieren sich diese dann in den schwerfälligen Erzählungen. Die beiden machen ihre Sachen vom schauspielerischen Aspekt her sehr ordentlich. Leider können die Nebenrollen nicht gänzlich das solide Niveau halten.

Fazit zu Chroniken der Finsternis – Der schwarze Reiter

Äußerst stimmungsvoll ist der Beginn der Chroniken der Finsternis inszeniert und somit schafft man es, das Interesse für den schwarzen Reiter zu wecken. Verliert man jedoch das Interesse in Folge des sehr gemächlichen Tempos, ebenso wie unnötiger Ausführungen und Wirrungen. Der rote Faden geht somit verloren, ebenso die Balance zwischen den unwichtigen und wichtigen Themen. Eine spannende Entwicklung verspricht die Fortsetzung des Endes.

2. Chroniken der Finsternis – Der Dämonenjäger

Weiterhin treibt der schwarze Reiter sein Unwesen und vermisst wird ein junges Mädchen. Weiter ermittelt Gogol intensiv an dem Fall und erkennt scheinbar ein Muster. Er wird zeitgleich jedoch mit seiner Vergangenheit und der dunklen Verführung konfrontiert, diese lenken ihn jedoch von seinen Untersuchungen ab. Die Lage spitzt sich zu, als die potenziellen Opfer Markierungen an ihren Häusern finden. Eine folgenschwere Entscheidung muss der hellseherische Chronist treffen.

Mehr Dämonen, weniger Langeweile

Strukturierter ist der zweite Teil von Chroniken der Finsternis wie der typische Mittelteil einer Trilogie und arbeitet auf den abschließenden Teil mit seinem Finale hin. Der Plot bewegt sich zwar auf den Pfaden des Erstlings, jedoch bieten sich einige interessante Aspekte bezüglich der Vergangenheit des Helden und das Spektrum des schwarzen Reiters erweitert sich somit. Weniger Längen schleichen sich dadurch ein und im Vergleich zum Erstling steigert sich der Spannungsgrad erheblich. Man bekommt mehr fürs Auge und den Puls geboten mit der Steigerung des dämonischen Anteils. Es wird zwar nicht richtig gruselig, doch gerade im Finale werden die Horror-Schrauben ordentlich angezogen und somit bietet sich ein spannender und stimmiger Abgang.

Die Lage spitzt sich zu

Zu einer interessanten Figur greift Gogol, komplett schlüssig und glaubwürdig sind der Aufbau und Richtung nicht. Er funktioniert jedoch als zentrale Figur und Held ganz gut. Mehr Dynamik in die Handlung kommt durch die Konfrontation mit Wassernymphen, Dämonen und Hexen, im Vorgänger fehlten diese. Auf schwammigen Pfaden bewegt sich der Protagonisten mit den Entwicklungen der Nebenfiguren und dem Zusammenspiel und vor Klischees und Unlogik strotzt die Liebesgeschichte. Die Umsetzung ist lückenhaft, jedoch stimmt die Richtung.

Fazit zu Chroniken der Finsternis – Dämonenjäger

Im zweiten Teil von Chroniken der Finsternis passiert nicht viel neues, doch irgendwie auch schon.  Konsequent wird der Grundplot weitergetrieben und mit einigen Feinheiten ergänzt. Mit der Hintergrundgeschichte Gogols und einem größeren Dämonen– und Hexenaufkommen bekommt man dennoch deutlich mehr Dynamik in die Handlung. Die Langeweile weicht dennoch der gesteigerten Spannung durch das fulminante Finale. Die Saga ist zwar nicht frei von Fehlern und Lücken, allerdings erhöht sich der Unterhaltungsfaktor.

3. Chroniken der Finsternis – Blutige Rache

Seine Spuren hat das Finale vom zweiten Teil hinterlassen und mit den Konsequenzen seiner Handlungen hat Gogol zu kämpfen. Zurück kehrt ein alter Bekannter und endlich wird das Mysterium hinter dem schwarzen Reiter aufgeklärt. So manche Überraschungen bergen sich dahinter und die Freundschaft zwischen den Beiden wird geprüft.

Das Geheimnis um den schwarzen Reiter wird gelüftet

Der schwarze Reiter trieb in zwei Filmen sein Unwesen. Im Finale der Trilogie bekommt man dazu endlich die Hintergründe dazu geliefert. Der strukturelle Aufbau ändert sich dadurch und hier kommt der Werdegang mancher Figuren in den ersten beiden Filmen zum Tragen. Die Laufzeit wird mit einigen dramatischen Schwenkern gestreckt, diese wären jedoch nicht unbedingt notwendig gewesen. So manche Überraschung und Zuspitzung sorgen für Spannungsmomente und einen Großteil der angestoßenen Handlungsstränge lösen diese somit ab. Dennoch blieben leider letztlich einige Fragen unbeantwortet, denn der Fokus schiebt sich auf die Geschichte des schwarzen Reiters. Einige andere Figuren und Handlungsstränge rücken dadurch in den Hintergrund.

Aus dem Fokus gerät selbst der Protagonist Gogol und dessen Geschichte. In Rückblenden werden immer wieder interessante neue Einblicke in die Welt der Chroniken der Finsternis gezeigt, die mit sehr tollen Bildern untermalt sind. An die Roman- und Videospielreihe „The Witcher“ fühlt man sich inhaltlich erinnert. Nicht alle Handlungsstränge werden nach dem Finale aufgelöst, dies hinterlässt ein recht unbefriedigendes Gefühl. Bewusst offen lässt man die Tür für die Fortsetzung.

Fazit zu „Die Chroniken der Finsternis – Blutige Rache“

Das Geheimnis um den schwarzen Reiter hat genauso ein Ende wie alles andere auch. Einige Überraschungen werden im Finale der Chroniken der Finsternis ausgepackt und auch Haken geschlagen. Dies rundet die solide Horror-Fantasy-Saga ab. Leider schafft man es nicht, alle Fragen zu beantworten und die Handlungsstränge abzuschließen. Vollends wird die Neugier des Zuschauers nicht gestillt. Die Reihe hat sich dennoch mit seinem durchwachsenen Beginn zu einer unterhaltsamen und grundsoliden Erfahrung entwickelt.

Karin

Meine Name ist Karin Roth und ich bin hier für die Kategorie Travel zuständig. Auf unserem Lifestyle Blog BeFiftytwo erwarten dich spannende Reiseberichte und -ratgeber zu interessanten Orten in Deutschland, Europa und der ganzen Welt! Freue dich auf einzigartige Reisemomente, ohne, dass du von deinem Bildschirm weg musst.

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