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Gehaltsvorstellung: 6 Tipps mit denen du dir eine Blamage ersparst

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Du hast eine Stellenausschreibung für einen Job gefunden in einem Unternehmen, das Dir auch zusagt? Du bringst Dein Anschreiben und Deinen Lebenslauf auf Vordermann und suchst Deine Zeugnisse heraus. So weit, so gut. Allerdings traust Du Dich dann letztlich wegen einem kleinen Detail nicht, die Bewerbung abzuschicken. Und zwar ist es die in der Stellenausschreibung geforderte Angabe in der Bewerbung nach Deiner Gehaltsvorstellung für den Job. Statt dass es nun an der Zeit wäre, dass Du Deinen eigenen Marktwert realistisch einschätzt, gerätst Du stark ins Grübeln. Du stellst Dir Fragen wie: Welches Gehalt ist in der Branche üblich, in der das Unternehmen tätig ist? Kann ich das Durchschnittsgehalt auch als Berufsanfänger angeben? Du bist hier nicht der einzige, der an dieser Frage scheitert und sich womöglich dazu entschließt die Bewerbung wegen der Frage nach der Gehaltsvorstellung nicht abzuschicken. Denn hier regiert einfach die Angst, dass wenn die Gehaltsvorstellung dann eventuell zu hoch ist, dass es zu keiner Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kommt.

Diese Sorge ist gar nicht so unbegründet. Denn für ein Unternehmen sagt die Gehaltsvorstellung sehr viel über den Bewerber aus. Für die meisten Unternehmen ist allerdings die fehlende Angabe der Gehaltsvorstellung kein K.O.-Kriterium. Es gilt jedoch, dass wenn das Unternehmen, das einen Job zu vergeben hat, um eine Gehaltsvorstellung bietet, diese nicht einfach ignoriert werden sollte. Geschulte Personaler werden in den meisten Fällen Bewerbungen ohne Gehaltsvorstellung dann trotzdem aussortieren. Gibst Du Deine Gehaltsvorstellung nämlich an, dann zeigst Du Unwissenheit und Unsicherheit. Daher solltest Du unbedingt, wenn das gewünscht wird, auch eine Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angeben. Ansonsten solltest Du die Bewerbung besser doch nicht abschicken.

Eigenen Marktwert ermitteln

Gerade wenn Du Dich für den vermeintlich sicheren Weg entscheidest und das Einstiegsgehalt der Branche angibst in der Bewerbung, dass Du Dich unter Wert verkaufst. Das freut natürlich Deinen potenziellen Arbeitgeber. Denn der spart in diesem Fall Kosten und hat die Gewissheit, dass er einen guten Mitarbeiter gewonnen hat. Das heißt letztlich, dass Du den Job vielleicht bekommst, aber eben auf dem untersten Gehaltstreppchen stehst. Natürlich kann es sein, dass Du einen Arbeitgeber bekommst, der Dir trotz Deiner niedrigen Gehaltsvorstellung, die Du in Deiner Bewerbung angegeben hast, letztlich ein höheres Gehalt zahlt, weil er Deine Leistungen in der Vergangenheit zu schätzen weiß und Dich mit den Kollegen, die genauso große Berufserfahrung haben, nur schon länger im Unternehmen arbeiten, gleichstellen will. Wenn dies nicht der Fall ist, musst Du wohl einige Jahre mit dem Einstiegsgehalt klarkommen und immer wieder auf eine Gehaltserhöhung hoffen.

Welches Gehalt ist üblich?

Wenn Du bereits seit einigen Jahren in dieser Branche arbeitest, wirst Du keine Probleme damit haben, die Gehaltsinformationen zu erhalten. Dies gilt auch dann, wenn Du Deine Berufsausbildung in diesem Beruf absolviert hast. In der Theorie in der Berufsschule wirst Du das mitbekommen. Wenn Du indes bisher in anderen Branchen gearbeitet hast oder direkt von der Uni kommst, musst Du Dich umhören. Am besten fragst Du Bekannte, die in der Branche arbeiten, in die Du Dich bewerben willst. Wenn Du niemanden kennst, der in der Branche arbeitet, solltest Du Informationen im Internet recherchieren. Genaue Informationen kannst Du auch von den Berufsverbänden und auch von den Gewerkschaften erhalten. Gehaltstabellen werden zudem in Fachmagazinen veröffentlicht. Und natürlich kann auch hier eine Recherche im Internet nicht schaden. Wenn Du gut recherchiert hast, dann fällt es Dir in der Regel nicht schwer, dass Du in Deiner Bewerbung eine realistische Gehaltsvorstellung abgibst in der Bewerbung.

Alternativ Einstiegsgehalt angeben

Wenn Du in einem Beruf noch nicht oder noch nicht lange gearbeitet hast, dann solltest Du daher in der Bewerbung das branchenübliche Einstiegsgehalt angeben. Anders sieht es aus, wenn Du bereits in der Branche bzw. in dem Beruf gearbeitet hast, für den Du Dich nun wieder bewirbst, halt nur in einem anderen Unternehmen. Es macht auch einen Unterschied, ob Du den Beruf gelernt hast oder ob Du Quereinsteiger bist. Allerdings kannst Du auch als Quereinsteiger in einigen Berufen durchaus schon Leistungen erbracht haben. Diese solltest Du allerdings anhand von Zertifikaten oder Zeugnissen belegen können. Gerade in diesem Fall solltest Du Dich nicht allzu klein machen. Das heißt, Du solltest wissen, dass Dein Marktwert doch recht hoch ist. Allerdings ist es gerade bei Quereinsteigern in vielen Berufen angebracht bei der Frage nach der Gehaltsvorstellung in Bewerbungen durchaus sinnvoll das Einstiegsgehalt der Branche anzugeben. In diesem Fall wählst Du den sicheren Weg und pokerst nicht zu hoch.

Das bedeutet Einstiegsgehalt

Das Einstiegsgehalt kann von Branche zu Branche unterschiedlich sein. Das Einstiegsgehalt richtet sich nach der Qualifikation, also nach der Ausbildung und auch nach dem Schulabschluss bzw. ob die Uni mit einem Bachelor- oder Masterabschluss verlassen wurde. Das Einstiegsgehalt mit Masterabschluss kann bis zu zehn Prozent höher sein. Zudem kann das Einstiegsgehalt von Region zu Region variieren. Auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede beim Einstiegsgehalt für den gleichen Beruf. Markant ist auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung der Unterschied bei den Einstiegsgehältern zwischen Ost- und Westdeutschland. Eine Rolle beim Einstiegsgehalt spielt auch die Größe des Unternehmens.

Gehaltsvorstellung richtig formulieren

Wenn für die Bewerbung die Angabe der Gehaltsvorstellung gewünscht wird, solltest Du den Gehaltswunsch in Deiner Bewerbung möglichst knapp formulieren. Am besten macht sich eine solche Formulierung am Ende des Anschreibens. Gebe Deine Gehaltsvorstellung auf jeden Fall als Brutto-Jahresgehalt an. Du solltest dabei nicht explizit Prämien oder Weihnachtsgeld erwähnen. Du kannst schließlich nicht zu 100 Prozent wissen, ob das Unternehmen wirklich Prämien und Weihnachtsgeld zahlt.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Höhe der Gehaltsvorstellung. Geben lieber einen etwas höheren Betrag an, sodass im Falle einer Gehaltsverhandlung beim Vorstellungsgespräch noch Spielraum nach unten bleibt. Das ist zwar ein Wagnis, weil Deine Bewerbung bei einer zu hohen Gehaltsvorstellung womöglich aussortiert wird. Ein höherer Betrag ist allerdings immer noch besser, als die Frage nach der Gehaltsvorstellung in der Bewerbung zu ignorieren. Formuliere es am besten so aus, dass Du zwei Beträge angibst, also zum Beispiel schreibst: „Meine Gehaltsvorstellung liegt zwischen … und … Euro“.

Pokern erlaubt bei Vorstellungsgespräch

Selbst wenn Du das Einstiegsgehalt in der Bewerbung angegeben hast, heißt das noch lange nicht, dass Du Dich damit zufriedengeben musst. Wenn Du den Eindruck hast, dass das Vorstellungsgespräch gut läuft, kannst Du versuchen, um das Gehalt zu pokern. Dies ist generell üblich. Und vielleicht wartet der Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch sogar darauf. Wenn Du Berufseinsteiger oder Quereinsteiger bist, solltest Du Dich beim Vorstellungsgespräch mit dem Anstacheln von Gehaltsverhandlung allerdings eher zurückhalten. Bevor Du einen Versuch einer Gehaltsverhandlung startest, solltest Du Dich natürlich gut informieren, welche Gehälter in der Branche üblich sind. Du solltest Dich vor einer möglichen Gehaltsverhandlung auch über die Situation von Deinem vielleicht künftigen Arbeitgeber informieren. Wenn das Unternehmen sich gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befindet, solltest Du Dir gut überlegen, ob Du überhaupt das Thema Gehaltsverhandlung ansprichst beim Vorstellungsgespräch. Wenn Du allerdings recherchiert hast, dass das Unternehmen derzeit händeringend nach Fachkräften wie Dir sucht und wirtschaftlich sehr gut dasteht, kannst Du ohne Bedenken bei einem Vorstellungsgespräch in eine Gehaltsverhandlungsrunde gehen.

Bereite Dich auf jeden Fall auf eine mögliche Gehaltsverhandlung bei einem Vorstellungsgespräch vor. Lege Dir Argumente zurecht im Kopf, mit denen Du den Arbeitgebern von Deinen Qualifikationen und Kenntnissen überzeugen kannst. Ziehe auch die Möglichkeit in Betracht, dass Dir vorgeschlagen wird, das Gehalt nach der Probezeit neu zu verhandeln. Auf diese Weise hast Du Zeit, um den Arbeitgeber von Deinen Fähigkeiten zu überzeugen.

Karin

Meine Name ist Karin Roth und ich bin hier für die Kategorie Travel zuständig. Auf unserem Lifestyle Blog BeFiftytwo erwarten dich spannende Reiseberichte und -ratgeber zu interessanten Orten in Deutschland, Europa und der ganzen Welt! Freue dich auf einzigartige Reisemomente, ohne, dass du von deinem Bildschirm weg musst.

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