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10 wichtige Tipps für die perfekte Initiativbewerbung

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Stell Dir vor, Du möchtest unbedingt irgendwo arbeiten – in einer bestimmten Firma oder in einem bestimmten Beruf. Doch zurzeit ist ausgerechnet bei diesem Unternehmen bzw. in dieser Branche kein Job frei! Dies kann mehrere Gründe haben. Entweder sind alle Jobs besetzt oder der Traumarbeitgeber befindet sich zurzeit in einer schweren finanziellen Lage und einfach keine Mitarbeiter einstellt. Eine Initiativbewerbung kann sich lohnen. Denn wie Du sicherlich weißt, kann es sein, dass nicht alle Stellenangebote in einem Unternehmen öffentlich ausgeschrieben werden. Vor allem große Unternehmen schreiben frei werdende bzw. neu geschaffene Jobs erst einmal intern aus und hoffen auf Bewerbungen aus der eigenen Belegschaft. Wenn eine Initiativbewerbung von einem externen Bewerber vorliegt, wird diese in der Regel auch berücksichtigt. Dank der Initiativbewerbung hast Du natürlich einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Denn Deine Bewerbung ist schon im Unternehmen. Und zwar schon lange bevor der Job vielleicht dann doch öffentlich ausgeschrieben wird, weil es aus der eigenen Belegschaft im Unternehmen dafür keinen Bewerber gibt bzw. nur Bewerber, die nicht qualifiziert sind für den Job.

Nirgendwo einfach blind bewerben

Die Initiativbewerbung kann man auch als Blindbewerbung beschreiben. Allerdings sollte dieser Begriff nicht allzu wörtlich genommen werden. Denn ohne vorherige Recherche, die sehr gründlich sein sollte, ist es nicht ratsam sich auf irgendeinen bestimmten Job oder in einem bestimmten Unternehmen zu bewerben. Du solltest zuvor gut recherchieren, ob in diesem Unternehmen Jobs, wie Du ihn suchst, überhaupt zur Verfügung stehen. Im Vorfeld ist es eventuell auch ratsam, dass Du Dich über das Unternehmen, in dem Du Dich bewerben willst, genau informierst. Das heißt, Du solltest die Branche kennen und Du solltest Dich auch über die Konkurrenz informieren. Denn nur dann kannst Du überhaupt wissen, ob Du mit Deinen Fähigkeiten dem Unternehmen auch helfen kannst.

Achte bei Deiner Recherche nach einem Unternehmen, bei dem Du Dich bewerben willst, ohne dass eine Stellenausschreibung für Deinen Wunschberuf existiert, darauf, was das Unternehmen von sich selbst sagt. Lies Dir dazu aufmerksam die Webseite des Unternehmens durch und recherchiere über das Unternehmen auch in den Medien. Das heißt, nicht nur die Meinung des Unternehmens selbst über sich solltest Du prüfen, sondern auch die Meinungen der anderen über das Unternehmen. Informieren kannst Du Dich zum Beispiel auf Webseiten von Wirtschaftsmagazinen, wenn das Unternehmen groß genug ist, um darin erwähnt zu werden. Ansonsten kannst Du bei kleineren Unternehmen auch in den Pressearchiven nachsehen. Lies Dir dabei sowohl alte, wie auch neue Meldungen durch.

Das Anschreiben

Der eigentliche Knackpunkt bei einer Initiativbewerbung ist das Anschreiben. Denn in diesem kannst Du Dich auf keine Stellenausschreibung beziehen, die durch das Unternehmen veranlasst wurde. Das heißt, Dir fehlt im ersten Moment der Ansatzpunkt, warum Du Dich überhaupt für einen Job in dem bestimmten Unternehmen bewirbst. Das heißt, Du kannst nicht auf Layouts von normalen Bewerbungen zurückgreifen, sondern Dir schon etwas Eigens ausdenken. Am besten ist es hier natürlich bei der Wahrheit zu bleiben, warum Du Dich ausgerechnet für einen bestimmten Job in diesem bestimmten Unternehmen bewirbst. Hier kannst Du zum Beispiel Punkte anführen, wie zum Beispiel, dass Du Dich sehr für die Branche interessierst, in der das Unternehmen tätig ist. Oder Du beziehst Dich auf den Job, den Du gerne ausüben möchtest.

Vorsicht bei den Formulierungen

Gerade bei einer Initiativbewerbung ist es wichtig, dass Du auf die Formulierungen in Deinem Anschreiben achtest. Sei auf keinen Fall zu forsch. Das heißt, schlage dem Unternehmen, bei dem vielleicht arbeiten willst, nicht einfach vor, dass es unbedingt so jemanden wie Dich benötigt, um gegenüber der Konkurrenz bestehen zu können. Kein Unternehmen wird sich Vorschriften machen lassen, ob es vielleicht eine ganz neue Stelle für Dich schafft, die es bisher noch nicht gab. Lücken, die Du vielleicht füllen kannst, darauf kannst Du ein Unternehmen dennoch aufmerksam machen. Du solltest in Deiner Initiativbewerbung dem Unternehmen auch auf keinen Fall erklären, dass Du die Geschäfte besser machen kannst. „Klugscheißer“ stellt kein Unternehmen ein. Du kannst gar nicht schnell reagieren, wie dass Du auf ein solches Anschreiben gleich eine Absage im Briefkasten hast.

Nenne Empfänger bei Bewerbung

Zur Recherche über das Unternehmen gehört im Übrigen auch, dass Du die Initiativbewerbung zu Händen von einem bestimmten Empfänger schicken kannst. Allerdings haben viele große Unternehmen ihre Bewerbungsplattformen zentralisiert, sodass dem Personalchef selbst die Bewerbungen gar nicht mehr durch die Hände gehen. Wenn Du Dich ohne die Grundlage einer konkreten Stellenanzeige bei einem Unternehmen bewerben willst, rufe am besten im Unternehmen an. Bei der Personalabteilung kannst Du nachfragen, zu wessen Händen Du eine solche Bewerbung schicken kannst.

Zehn Tipps für eine perfekte Initiativbewerbung

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung mit noch weiteren wichtigen Punkten, die Du beachten solltest, wenn Du eine Initiativbewerbung abschicken willst:

Rufe das Unternehmen an

Rufe, um den konkreten Ansprechpartner für das Anschreiben zu finden, beim Wunschunternehmen an. Ansonsten kann es sein, dass Dein Bewerbungsschreiben in einer Schublade oder einem Ablagefach landet und einfach vergessen wird. Ist kein Ansprechpartner genannt, kann es sein, dass Deine Bewerbung in der Personalabteilung lange hin- und hergeschoben wird. Denn keiner der Personaler weiß dann, wer eigentlich dafür zuständig ist.

Nutze eine Vorlage

Für das Anschreiben selbst kannst Du Vorlagen nutzen. Abschreiben ist aber nicht so gut. Denn die Floskeln, die in Ratgebern für eine Initiativbewerbung zu finden sind, sind oftmals eher oberflächlicher Natur und sagen sehr wenig über Deine wahren Beweggründe aus, warum Du eine solche Bewerbung abschicken willst. Versuche das Anschreiben daher selbst zu formulieren. Schreibe dabei Deine wahren Beweggründe auf und überzeuge so mit Einzigartigkeit des Anschreibens. Im Anschreiben solltest Du auch sofort auf den Punkt kommen und erwähnen, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt. Ansonsten weiß der Personaler nicht, was er mit Deiner Bewerbung machen soll.

Fertige ein Motivationsschreiben an

Du kannst der Initiativbewerbung auch ein Motivationsschreiben beilegen. Das Motivationsschreiben kann aber auch im eigentlichen Anschreiben mitintegriert sein. Wenn Du ein separates Motivationsschreiben mitschicken willst, achte darauf, dass dieses nicht die gleichen Sätze wie das Anschreiben enthält.

Schreibe individuell

Im Motivationsschreiben solltest Du vor allem erwähnen, was Dich motiviert hat, dass Du genau dieses Unternehmen nun anschreibst auf der Suche nach einem Job.

Vermeide Rechtschreib- und Grammatikfehler

Achte beim Schreiben der Bewerbung darauf, dass Du bei Rechtschreibung und Grammatik keine Fehler machst. Das ist nicht nur ärgerlich. Kein Personaler kann das letztlich durchgehen lassen und wird Dir wohl eine Absage schicken. Bei einer Initiativbewerbung ist das noch ärgerlicher, wenn Du Schreib- oder Grammatikfehler machst. Denn schließlich möchtest Du das Unternehmen mit diesem Schreiben von Dir überzeugen.

Beschreibe deine Ziele ausführlich

Beschreibe in der Bewerbung möglichst Deine Ziele und geben dem vielleicht künftigen Arbeitgeber einen Einblick in Deine Einstellung. Verzichte möglichst auf Floskeln, die bei Bewerbungen sonst üblich sind.

Formuliere bescheiden

Bleibe bei Deinen Formulierungen in der Bewerbung eher bescheiden. Sicherlich ist das nicht ganz einfach. Denn schließlich möchtest Du gerade bei einer Initiativbewerbung auch mit Deinem Fachwissen und sonstigen Talenten glänzen und den vielleicht künftigen Arbeitgeber damit beeindrucken. Du musst bei Deinen Formulierungen auf jeden Fall einen Zwischenweg finden, bei dem Du Dein Wissen angibst, aber nicht damit prahlst.

Halte deinen Lebenslauf aktuell

Sorge dafür, dass der Lebenslauf, den Du mitschickst, auf dem neuesten Stand ist. Wenn Du aktuell bei einem anderen Arbeitgeber arbeitest, musst Du diese Tätigkeit auch mitangeben. Ideal ist es, wenn Du irgendwann einmal ein Zwischenzeugnis von Deinem jetzigen Arbeitgeber erhalten hast. Dieses kannst Du beilegen.

Schicke alle Zeugnisse mit

Zeugnisse sagen eh mehr meist als viele Worte. Achte hier darauf, dass Du alle Zeugnisse, die Du erhalten hast von Deinen vorherigen Arbeitgebern, mit beilegst.

Nutze den richtigen Versandweg

Wähle für die Initiativbewerbung den richtigen Versandweg. Viele Unternehmen wünschen sogar die Zusendung von Initiativbewerbungen und ermöglichen diese auch per Online-Bewerbung. Wenn dies nicht möglich ist, wähle den Postweg. Auf diese Weise bist Du sicher, dass auch das Datenschutzgeheimnis gewahrt bleiben kann.

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